Ausgabe Oktober 2026.
Unsere Markteinschätzung und die Entwicklung unserer nachhaltigen Vermögensverwaltungsstrategien im Rückblick auf das dritte Quartal 2026.
Liebe Mandantin und Mandant, liebe Investorin und Investor – das dritte Quartal stand im Zeichen der Energiepreise: Ein erneut gesperrter Seeweg durch die Straße von Hormus trieb den Ölpreis über 100 US-Dollar, die Inflation zog an – und EZB wie US-Notenbank erhöhten die Leitzinsen. Trotzdem haben die globalen Aktienmärkte das Quartal leicht im Plus abgeschlossen.
Makroökonomische Entwicklung
Die Hoffnung, dass sich die Lage am Energiemarkt im Sommer entspannen würde, hat sich nicht erfüllt. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg von rund 73 US-Dollar Ende Juni auf gut 103 US-Dollar Ende September – ein Plus von mehr als 40 %. Die Inflationsrate im Euroraum stieg im September auf 3,8 %; Haupttreiber war Energie. Die Kerninflation erhöhte sich dagegen nur moderat auf 2,5 %.
Die Europäische Zentralbank hat am 10. September 2026 ihre Leitzinsen erneut um 0,25 Prozentpunkte angehoben – der Einlagenzins liegt seither bei 2,50 %. Auch die US-Notenbank hob den Leitzins auf 3,75 % bis 4,00 % an. Die Konjunktur zeigt sich schwach, aber widerstandsfähiger als befürchtet: Deutschland wuchs im zweiten Quartal um 0,3 %, getragen von den Exporten.
Rückblick auf das dritte Quartal 2026
Unter der Oberfläche war das Quartal bewegter, als es die Indexstände vermuten lassen. Der MSCI World erreichte im August ein neues Allzeithoch und schloss das Quartal mit rund +1,6 %. Bemerkenswert ist der Gegensatz zwischen Unternehmensgewinnen und Kursen: Weil die Kurse langsamer stiegen als die Gewinnerwartungen, sind die Bewertungen gesunken. Kurzlaufende und variabel verzinste Unternehmensanleihen hielten sich im Zinsanstieg gut.
„Eine ruhige Hand, breite Streuung und eine konsequente Qualitätsauswahl sind die beste Antwort auf ein Marktumfeld, das von Energiepreisen und Notenbanken geprägt wird.“
Ausblick und Positionierung
Für das vierte Quartal sehen wir drei entscheidende Faktoren: die Entwicklung im Nahen Osten und damit der Energiepreise, die Zinsentscheidungen der Notenbanken und die politische Agenda in den USA. Wir halten an einer breiten Streuung fest, bevorzugen Qualitätsunternehmen mit Preissetzungsmacht und setzen im Anleihebereich auf kurze bis mittlere Laufzeiten. Unsere Zukunftsthemen – erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Wasser und neue Mobilität – gewinnen im aktuellen Umfeld an strategischer Bedeutung.
Strategie-Entwicklung
Die Entwicklung unserer drei Vermögensverwaltungsstrategien – Wertentwicklung nach Kosten, Stand 16.10.2026.
Nachhaltigkeit: Rekord beim Ökostrom
Während Öl und Gas für Unruhe sorgten, hat die Energiewende in Deutschland einen neuen Meilenstein erreicht: Von Januar bis September 2026 stammten 60,7 % des Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Energien – rund vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahreszeitraum. Erstmals liefert die Photovoltaik den größten Beitrag zur Stromerzeugung.
Die Bruttowertentwicklung (BVI-Methode) berücksichtigt alle laufenden Kosten der Vermögensverwaltung und auf Fondsebene, die Nettowertentwicklung zusätzlich das Einstiegsentgelt; weitere Kosten können auf Anlegerebene anfallen (z. B. Depotkosten). Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Entwicklung. Diese Darstellung ist eine Werbemitteilung und ersetzt keine Anlageberatung.
Fragen zu Ihrer Strategie?
Wir ordnen die aktuelle Marktlage gern persönlich für Ihre Anlage ein.
Termin vereinbaren